Das Europäische Parlament hat eine Finanzhilfe von 2,66 Millionen Euro für 365 ehemalige Arbeitnehmer des belgischen Unternehmens Match-Smatch genehmigt, die aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten entlassen wurden. Diese Intervention des Europäischen Globalisierungsfonds soll ihre Rückkehr in den Arbeitsmarkt im Kontext der Krise im Lebensmitteleinzelhandel erleichtern.
Der Europäische Globalisierungsfonds (EGF) greift ein, wenn wirtschaftliche Umstrukturierungen zu Massenentlassungen führen. Nach der Insolvenz von Match-Smatch verloren 513 Arbeitnehmer im Einzelhandel in Wallonien ihre Arbeitsplätze. Das Ziel ist die Bereitstellung einer individuellen Begleitung für ihre berufliche Wiedereingliederung.
Der belgische Antrag wurde am 3. Juni 2024 eingereicht und am 16. September 2024 genehmigt. Das Forem (wallonischer öffentlicher Arbeitsdienst) koordiniert die Umsetzung mit den Gewerkschaften. Die Europäische Union finanziert 85% der Gesamtkosten (3,13 Millionen Euro), der Rest wird von Belgien getragen.
Die 365 begünstigten Arbeitnehmer erhalten angepasste Unterstützung, um eine nachhaltige Beschäftigung zu finden. Die Situation ist in Wallonien besonders schwierig, wo die Arbeitslosenquote 2023 bei 8,2% lag. Der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung in gefragten Kompetenzen und dem Übergang zu einer grüneren und digitaleren Wirtschaft.
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