Analyse der europäischen Abstimmung

LEGISLATUR 10TA-10-2025-0054
2025-04-02

Nachhaltiges Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Union und Guinea-Bissau (2024-2029)

Adopté
Dafür605
Enthaltung10
Dagegen68
Detaillierte Erklärung

Den angenommenen Text verstehen

Das Europäische Parlament hat ein neues Fischereiabkommen mit Guinea-Bissau für den Zeitraum 2024-2029 verabschiedet. Dieser Text zielt darauf ab, die Zusammenarbeit im Fischereisektor zu stärken und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen zu gewährleisten. Das Abkommen betrifft europäische Fischereifahrzeuge in guineischen Gewässern und die lokalen Küstengemeinden.

Hintergrund und Ziele

Diese Vereinbarung ist Teil der nachhaltigen Fischereipartnerschaftsabkommen (SFPA), die die EU mit Drittländern schließt. Das Hauptziel besteht darin, eine gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit zu etablieren, die eine nachhaltige und verantwortungsvolle Fischerei in der ausschließlichen Wirtschaftszone Guinea-Bissaus fördert und gleichzeitig die Entwicklung des lokalen Fischereisektors und der blauen Wirtschaft des Landes unterstützt.

Wichtige Maßnahmen

  • Schrittweise Umstellung von Fischereiquoten basierend auf Fischereiaufwand (Tonnage) auf Fangbegrenzungen (Tonnagen)
  • Einführung eines elektronischen Fangmeldungssystems zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit
  • Verstärkung der Bekämpfung der illegalen, ungemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU)
  • Verbesserung der Überwachungs- und Kontrollkapazitäten in Guinea-Bissau
  • Spezifische Zuweisung von Fischereimöglichkeiten nach Schiffstyp und Art
  • Stärkung der sektoralen Zusammenarbeit mit lokalen Küstengemeinden

Zeitplan und Umsetzung

Das Protokoll deckt den Zeitraum 2024-2029 ab und ersetzt das vorherige Abkommen, das im Juni 2024 auslief. Die Umsetzung wird gemeinsam von europäischen und guineischen Behörden überwacht, mit regelmäßiger Überprüfung der Verpflichtungen. Die Europäische Kommission wird die Anwendung der Bestimmungen überwachen, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit und sektorale Zusammenarbeit.

Auswirkungen auf Bürger und Akteure

Das Abkommen dürfte erhebliche finanzielle Einnahmen für Guinea-Bissau, eines der ärmsten Länder der Region, generieren. Für europäische Fischer garantiert es einen regulierten Zugang zu den Fischereiressourcen. Die lokalen Küstengemeinden profitieren von einer verstärkten Unterstützung für die Entwicklung der handwerklichen Fischerei und der Hafeninfrastruktur. Die größte Herausforderung bleibt der Erhalt der pelagischen Fischbestände, die für die lokale Ernährungssicherheit entscheidend sind.

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Einzelne Stimmen der Europaabgeordneten
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