Das Europäische Parlament hat eine Finanzhilfe von 8 Millionen Euro für 2.411 entlassene Arbeitnehmer des belgischen Unternehmens Van Hool genehmigt, das auf die Herstellung von Reisebussen spezialisiert ist. Diese Entscheidung fällt in einem Kontext industrieller Umstrukturierung, verstärkt durch die Folgen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine. Der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) soll die berufliche Wiedereingliederung dieser Arbeitnehmer erleichtern.
Der EGF ist ein Instrument europäischer Solidarität, das Arbeitnehmern helfen soll, die von den Veränderungen der Weltwirtschaft betroffen sind. Angesichts von 2.411 Entlassungen bei Van Hool zwischen April und August 2024 hat Belgien diesen Fonds beantragt. Das Hauptziel ist die Begleitung der Arbeitnehmer zu neuen nachhaltigen Arbeitsplätzen unter Berücksichtigung des grünen und digitalen Wandels.
Die Hilfe ist seit April 2024 wirksam und erstreckt sich über 24 Monate nach der Finanzierungsentscheidung. Die flämischen Arbeitsämter (VDAB) übernehmen das operative Management mit einer EU-Kofinanzierung von 85%. Strikte Kontrollen vermeiden Doppelfinanzierungen und gewährleisten die Einhaltung der Grundsätze der Gleichheit und Nichtdiskriminierung.
Die 2.397 begünstigten Arbeitnehmer erhalten maßgeschneiderte Unterstützung, um in einer Region mit schrumpfender Industrie wieder Arbeit zu finden. Die Hilfe zielt besonders auf gering qualifizierte Personen und ältere Arbeitnehmer ab, die auf dem Arbeitsmarkt besonders verletzlich sind. Diese europäische Intervention ergänzt nationale Maßnahmen, ohne sie zu ersetzen, und fördert die Gleichstellung von Männern und Frauen.
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