Am 22. Oktober 2024 hat das Europäische Parlament die Reform des einheitlichen europäischen Luftraums (SES, Single European Sky) endgültig angenommen. Diese Verordnung zielt darauf ab, das Flugverkehrsmanagement in Europa zu modernisieren, Verspätungen, Kosten und CO₂-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit zu verbessern.
Der einheitliche europäische Luftraum ist ein 2004 gestartetes Projekt zur Harmonisierung des EU-Luftraums, der derzeit in über 60 nationale Kontrollblöcke zersplittert ist. Diese Fragmentierung führt zu Ineffizienzen: Flugzeuge fliegen oft im Zickzack, was die Strecken verlängert, den Treibstoffverbrauch und die Emissionen erhöht. Die bereits 2013 vorgeschlagene Reform war Gegenstand langer Verhandlungen zwischen Parlament und Rat. Der angenommene Text ist das Ergebnis einer Einigung in zweiter Lesung.
Die angenommene Verordnung sieht mehrere Schlüsselmaßnahmen vor:
Der Text wurde ohne namentliche Abstimmung (vereinfachtes Verfahren) angenommen, was bedeutet, dass er breite politische Unterstützung fand. Es wurde keine individuelle Auszählung veröffentlicht.
Konkret sollte diese Reform zu Folgendem führen:
Die Verordnung tritt 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Die Mitgliedstaaten haben dann zwei bis drei Jahre Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen.