Am 18. Dezember 2024 hat das Europäische Parlament die Ernennung des Präsidenten der neuen Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (ALBC) bestätigt. Diese europäische Agentur, die zur Stärkung der Bekämpfung illegaler Finanzströme geschaffen wurde, wird nun von einem aus qualifizierten Kandidaten ausgewählten Verantwortlichen geleitet.
Die ALBC (Anti-Money Laundering Authority) ist eine neue Agentur der Europäischen Union, deren Schaffung im Rahmen des Anti-Geldwäsche-Gesetzespakets von 2021 beschlossen wurde. Ihre Aufgabe ist es, die risikoreichsten Finanzinstitute direkt zu beaufsichtigen, die nationalen Behörden zu koordinieren und für die einheitliche Anwendung der EU-Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu sorgen. Die Ernennung ihres Präsidenten ist ein entscheidender Schritt, um die Agentur funktionsfähig zu machen.
Das Europäische Parlament stimmte über den vom Rat der EU vorgelegten Vorschlag zur Ernennung des Präsidenten der ALBC ab. Die Abgeordneten bestätigten diese Ernennung mit großer Mehrheit. Der gewählte Präsident wird eine einmalige fünfjährige Amtszeit ausüben und für die Leitung der Agentur, die Vertretung der ALBC und die Umsetzung ihrer strategischen Aufgaben zuständig sein.
Die Abstimmung fand in geheimer elektronischer Wahl statt. Die Ergebnisse sind wie folgt:
Die Ernennung wurde somit mit über 87 % der Stimmen deutlich befürwortet.
Mit einem Präsidenten an der Spitze kann die ALBC ihre volle Arbeit aufnehmen. Für die europäischen Bürger bedeutet dies einen besseren Schutz vor kriminellen Aktivitäten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder Steuerbetrug. Die Agentur wird befugt sein, direkte Sanktionen gegen Banken und andere Finanzinstitute zu verhängen, die die Vorschriften nicht einhalten, was das Vertrauen in das Finanzsystem stärken dürfte. Langfristig soll diese zentralisierte Aufsicht es erschweren, das europäische Finanzsystem für illegale Zwecke zu nutzen, und so die legale Wirtschaft und die Bürger schützen.